Kann eine Zahnfleischerkrankung das Krebsrisiko erhöhen?

Quelle: VIDEOELEPHANT (Glomex)

Forscher haben herausgefunden, dass mehr als ein Dutzend Bakterienarten, die Zahnfleischerkrankungen verursachen, das Risiko für Hals- und Kopfkrebs um 50 % erhöhen können. Im Rahmen der JAMA Oncology-Studie wurden Speichelproben von 160 000 Amerikanern entnommen und 10 bis 15 Jahre lang nachverfolgt. Das Forschungsteam fand heraus, dass bei 236 Teilnehmern Kopf- oder Halskrebs diagnostiziert worden war, und verglich ihre Mundmikroben mit denen von Teilnehmern, bei denen dies nicht der Fall war. Der Vergleich ergab, dass 13 Bakterienarten das Krebsrisiko um 30 % erhöhten, während fünf Bakterienarten, die mit Zahnfleischerkrankungen in Verbindung gebracht werden, das Risiko um 50 % erhöhten. „Unsere Ergebnisse sind ein weiterer Grund, auf eine gute Mundhygiene zu achten... Zähneputzen und Zahnseide können nicht nur Parodontalerkrankungen vorbeugen, sondern auch vor Kopf- und Halskrebs schützen“, so Co-Autor Dr. Richard Hayes. Die Mikroben werden mit schweren Zahnfleischentzündungen in Verbindung gebracht, die den Kieferknochen oder das Gewebe um die Zähne herum abtragen können. Die leitende Forscherin Soyoung Kwak sagte, die Forschung habe es ermöglicht, dass die Bakterien „als Biomarker für Experten dienen können, um Personen mit hohem Risiko zu kennzeichnen“. Natürlich vorkommende Mundpilze stellten den Forschern zufolge weder ein erhöhtes noch ein verringertes Risiko dar.

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